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25.08.2010, 21:09 Uhr | Ostfriesenzeitung
Landkreis stellte Beteiligungsbericht vor
Die Verwaltung in Aurich ist bei acht Unternehmen alleiniger Anteilseigener. Die gesamten Stammeinlagen betragen 28 Millionen Euro. Der Rettungsdienst konnte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 90 000 Euro erwirtschaften.
Aus dem Beteiligungsbericht 2010, der in der vergangen Woche im Finanzausschuss vorgelegt wurde, wird deutlich, dass die Auricher Kreisverwaltung schon längst über die Funktion einer Verwaltung im klassischen Sinne hinausgewachsen ist und konzernartige Strukturen entwickelt hat. Das sei nötig, da es Aufgaben gebe, die besser in Unternehmen zu erledigen seien als in den Strukturen einer öffentlichen Verwaltung, sagte Landrat Walter Theuerkauf (SPD).

Der aktuelle Beteiligungsbericht gibt einen Überblick über acht Beteiligungen, an denen der Kreis alleiniger Anteilseigner ist. Als Eigenbetrieb organisiert sind unter anderem die Ubbo-Emmius-Klinik, der Rettungsdienst des Landkreises, Kreisvolkshochschule Norden oder die Materialkreislauf- und Kompostwirtschaft (MKW). Kapitalgesellschaften, zum Teil als gemeinnützige GmbHs, betreffen die Bereiche Gesundheit und Soziales. Aber auch Aufgaben aus den Themenfeldern Entsorgung, Wirtschaftsförderung und Tourismus sind als GmbHs organisiert. Hinzu kommen Gesellschaften aus der gesamten Region, an denen der Landkreis Beteiligungen hält.

Mit insgesamt 28 Millionen Euro Stammeinlagen hat sich der Landkreis unmittelbar an Unternehmen des privaten Rechts beteiligt. Einige von ihnen machen Gewinn, andere Verluste. Während man der Musikschule in 2009 einen Zuschuss von 400 000 sowie 24 000 Euro an Sozialermäßigung für Kinder aus einkommensschwachen Familien zahlte, damit diese auch die Schule besuchen konnten, erhielt der Landkreis von der Kreisbahn Aurich eine Gewinnausschüttung in Höhe von knapp 59 000 Euro. Bei der Kreisvolkshochschule Norden (215 000 Euro) und der Ubbo-Emmius-Klinik (270 000) musste der Landkreis mit Zuschüssen oder Zinsbeihilfen einspringen. Erfreulich ist dagegen die Entwicklung beim Rettungsdienst des Landkreises Aurich. Nachdem man dort bereits 2008 einen Gewinn von rund 66 000 Euro verzeichnete, konnte man im vergangenen Jahr sogar 90 000 ausweisen.

aktualisiert von Silvia Lübcke, 25.08.2010, 21:14 Uhr
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